
Go-Kart fahren auf Japans Straßen: Der Street Kart Guide
Du kennst es von Social Media: Touristen, die im Go-Kart durch Japans Städte fahren. Lohnt sich das? Ich teile in diesem Guide meine Erfahrungen aus zwei Go-Kart-Touren mit dir!
Du hast es auf Social Media sicher schon mal gesehen: Eine Gruppe Touristen in Onesies, die im Go-Kart durch eine japanische Großstadt fahren. Solche Street Kart-Touren sind ideal, um Japans größte Städte aus einer ganz neuen Perspektive zu erleben – und Spaß machen sie sowieso. Ich habe Street Kart-Touren in Tokio und Osaka gemacht und teile in diesem Guide meine Erfahrungen mit dir!
Sightseeing mit dem Go-Kart ist eine Erfahrung, die du wirklich nur in Japan machen kannst. In keinen anderen Land gibt es solche Touren.
Grund dafür ist eine regulatorische Besonderheit: Die Go-Karts, die du auf den Street Kart-Touren fährst, gelten in Japan als Microcars – also echte, für den Straßenverkehr erlaubte Autos.
Deshalb ist in Japan ein kleiner, aber bei Touristen sehr beliebter Markt für Street Kart-Touren entstanden. Eine Handvoll Anbieter ermöglichen es dir, Japans größte Städte ganz nah am Asphalt zu erleben.
Wenn man als Fußgänger eine Street Kart-Kolonne vorbeifahren sieht, könnte man denken, dass es nur um spaßige Kostüme und die besondere Erfahrung geht.
Das spielt natürlich eine Rolle, aber diese Go-Kart-Touren bieten dir auch ein Sightseeing-Erlebnis aus einer Perspektive, die du nirgendwo anders bekommst.
Ich selbst habe bereits zwei Street Kart-Touren gemacht – 2023 in Tokio und 2024 in Osaka. Wenn du das auch in Betracht ziehst, lies weiter für einen Guide, mit dem du auf deiner Street Kart-Tour garantiert durchstartest.
Meiner Meinung nach ja, absolut. Beide meiner Street Kart-Touren in Tokio und Osaka waren eine tolle Erfahrung. Ich kannte beide Städte davor zwar schon, aber habe sie vom Go-Kart aus nochmal aus einer ganz neuen Perspektive erlebt.
Deshalb würde ich jedem eine Street Kart-Tour in Japan empfehlen, egal ob du das Land zum ersten Mal besuchst oder schon mal da warst.
Beide meiner Street Kart-Touren in Tokio und Osaka hatten ähnliche Rahmenbedingungen: Es war Herbst und sie waren zwei Stunden lang. Deshalb fällt der Vergleich einfach und ich fand meine Street Kart-Tour in Tokio klar besser.
Der Hauptgrund war die Strecke, die wir fuhren. In Tokio war sie extrem abwechslungsreich: Start war am Tokyo Skytree. Dann ging’s nach Süden zum Hafen, wo man die Aussicht auf die Bucht von Tokio bewundern und dank der leeren Straßen sogar bis auf 70 km/h beschleunigen konnte. Das ist für so ein kleines Kart WIRKLICH SEHR SCHNELL. Ich hab’s geliebt.
Danach ging es nach Ginza, wo wir mit den Karts ein wenig zwischen den G-Klassen und Porsches hervorstachen. Dann weiter ins Elektronik- und Unterhaltungsviertel Akihabara, was die perfekte Umgebung für so eine Kart-Tour ist. Von dort aus ging es weiter Richtung Ueno und dann zurück zum Ausgangspunkt am Tokyo Skytree.
Die Strecke in Osaka war nicht uninteressant, aber einseitiger, da alles auf dem Stück zwischen Umeda und Shinsekai stattfand. Highlights waren hier der Cruise durch Dotonbori, Amerika-mura und die Straßen rund um den ikonischen Tsutenkaku Tower. Eine Abwechslung zum innerstädtischen Vibe wie der Hafen in Tokio gab es nicht.
Durch die Route in Tokio war auch das Fahrerlebnis besser. Zwar steckten wir zeitweise auch im Stadtverkehr fest, aber am Hafen und in der Nähe vom Skytree konnte man die Karts auch mal richtig ausreizen und längere Strecken fahren, ohne ständig anzuhalten. Das war in Osaka schwieriger, insbesondere in den schmalen Straßen in Dotonbori und Shinsekai.
Die kurze Antwort: Ja.
Die lange Antwort: Du bist im Go-Kart unter allen vierrädrigen Verkehrsteilnehmern der Schwächste. Du bist niedrig, kannst leicht übersehen werden und wenn’s hart auf hart kommt, ist deine Knautschzone sehr limitiert. Gleichzeitig gibt es aus zwei Gründen kein besseres Land auf der Welt als Japan, um solche Street Kart-Touren anzubieten.
Erstens operieren die Street Kart-Anbieter in einem Umfeld, das rechtlich sehr streng betrachtet wird. Japans Behörden wollen sichergehen, dass Street Kart-Touren die höchsten Sicherheitsstandards erfüllen, um den normalen Straßenverkehr nicht zu stören und die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.
Meiner Erfahrung nach nehmen die Street Kart-Anbieter diesen regulatorischen Druck sehr ernst, da jeder Zwischenfall bedeuten könnte, dass sie ihre Lizenz verlieren, ihr Geschäft schließen müssen – oder Street Karts im schlimmsten Fall komplett verboten werden.
Es gibt vor jeder Tour eine umfangreiche Sicherheitseinweisung, während den Touren sorgen mehrere Guides für Ordnung und leiten die Teilnehmer durch den Verkehr – und ohne gültige Übersetzung deines deutschen Führerscheins musst du gar nicht erst auftauchen.
Zweitens ist der Verkehr in Japan sehr einfach zu navigieren, nachdem du dich daran gewöhnt hast, dass man links fährt. Japaner fahren fast immer defensiv und zuvorkommend. Das merkst du auch auf einer Street Kart-Tour: Andere Verkehrsteilnehmer geben euch oft Vorrang, damit die Kolonne nicht unterbrochen wird und niemand zurückbleibt.
Und das ist nicht selbstverständlich. Es gibt sicher mehr Gründe als die rechtlichen, warum es in keinem anderen Land solche Street Kart-Touren gibt. Stell dir sowas mal in Deutschland vor – der Countdown bis zur ersten Schlägerei, der ersten Nötigung im Straßenverkehr und dem ersten brennenden Go-Kart wäre nicht allzu lang.
Street Karts werden rechtlich wie normale Autos angesehen und das bedeutet, du brauchst die gleiche Fahrerlaubnis, wie wenn du dir einen Mietwagen in Japan holen würdest. Für deutsche Staatsbürger heißt das: eine japanische Übersetzung deines deutschen Führerscheins – kein internationaler Führerschein. Wie du eine japanische Übersetzung deines deutschen Führerscheins bekommst, liest du im folgenden Guide.
Die meisten Street Kart-Touren kosten zwischen 60 und 120 Euro. Der genaue Preis hängt von verschiedenen Dingen ab:
Ich habe meine zwei Touren bei verschiedenen Anbietern gemacht: Japan Kart in Tokio und Street Kart in Osaka. Das Personal, die Karts und das Sicherheitsbewusstsein waren bei beiden Anbietern ausgezeichnet. Ich würde dir dennoch auf jeden Fall Japan Kart empfehlen, weil ich deren Route in Tokio einfach großartig fand – und darauf kommt’s am Ende an!
Absolut nicht. Solche Touren sind komplett auf Touristen zugeschnitten – fast alle Angestellten der Street Kart-Anbieter sind aus dem Ausland und sprechen gutes Englisch.
Doppelt nein. Zwar hat jeder Anbieter eine Vielzahl an Kostümen bekannter Charaktere zur Auswahl, aber ausgerechnet die Nintento-Charaktere fehlen – also ist kein Mario vs Donkey Kong Kart Battle möglich. Denn Nintendo hat den Kart-Anbietern gerichtlich verboten, Kostüme ihrer Charaktere zu verwenden. Sie wollen nicht in Verbindung mit den Kart-Touren und etwaigen Risiken gebracht werden. Hello Kitty, Pokémon und viele weitere japanische Anime-Klassiker sind aber weiterhin als Kostüm-Optionen verfügbar.
Und bezüglich Bananenschalen: Wenn sich ein Teilnehmer wiederholt daneben benimmt, kann die gesamte Tour abgebrochen werden.
Sichere dir unbedingt einen Platz an der Spitze der Kolonne, wenn ihr startet, indem du ein Go-Kart auswählst, das ganz vorne steht.
So vermeidest du, dass du während der ganzen Tour die Abgase deiner Vorderleute einatmest.
Da die Karts offen und niedrig sind, kriegst du die Abgase direkt ins Gesicht. Das kann vor allem auf langen Touren ziemlich stören.
Die meiste Zeit auf der Street Kart-Tour bist du mit stabilen 30-40 km/h unterwegs. Das bedeutet ordentlich Fahrtwind!
Da die Karts offen sind, fühlt sich die Temperatur durch den Fahrtwind sicher 5-10 Grad kälter an, als es eigentlich ist.
Zieh deshalb warme Kleidung an. Wenn du noch ein Onesie-Kostüm drüberziehst, hast du extra Kälteschutz und siehst gut aus!
Bring für die Teilnahme mit: original deutscher Führerschein, japanische Übersetzung des Führerscheins, Reisepass.
Die japanische Übersetzung deines deutschen Führerscheins hat zwei Seiten. Nimm unbedingt beide mit – im Original!
Wenn du ein Dokument vergisst, darfst du nicht mitfahren. Das ist mir einmal passiert und hat meine dritte Street Kart-Tour verhindert.

Du kennst es von Social Media: Touristen, die im Go-Kart durch Japans Städte fahren. Lohnt sich das? Ich teile in diesem Guide meine Erfahrungen aus zwei Go-Kart-Touren mit dir!

Nur 30 Minuten von Osaka entfernt liegt eine verlassene Bahnstrecke. Heute verläuft ein Wanderweg auf ihr – ein besonderer Abstecher in die Natur von Osaka aus.

Im entlegenen Iya Valley wurden Flüsse traditionell mit Brücken aus Lianen überwunden. Heute sind nur noch drei dieser Brücken übrig – Kazurabashi ist die bekannteste.

Mount Tsurugi ist der höchste Berg im Iya Valley auf Shikoku. Vom Gipfel hast du einen großartigen Panoramablick auf das Tal – doch bereits der Weg nach oben lohnt sich.
Hi, ich bin Fabian und ich reise gerne. WOW! Überraschend, oder? Außerdem bin ich der Mann hinter Nihonestly, selbstständiger Marketingberater, Teilzeit-DJ und fotografiere gerne, aber nicht immer gut. Japan war für mich Liebe auf den zweiten Blick, dafür dann aber richtig. Auf Nihonestly teile ich persönliche Erfahrungen und Tipps aus meinen Japanreisen. Der Fokus meines Blogs liegt auf den weniger bereisten Gegenden Japans. Für diese weniger bekannten Seiten und Geheimtipps Japans will ich dich begeistern, damit du sie bei deiner nächsten Japanreise vielleicht auch besuchst!
Nihonestly ist anders als andere Japan-Reiseblogs – dafür gibt es 3 Gründe:
Nihonestly ist der richtige Blog für alle, die auf ihrer Japanreise einen oder zwei besondere Stops machen möchten und Inspiration dafür suchen. Ganz gleich, ob du einen 2-Wochen-Trip von Tokio nach Kyoto und zurück planst oder in 4 Wochen den Großteil Japans abdecken willst – wenn du noch auf der Suche nach einem weiteren Highlight für deine Reiseroute bist, dann bist du auf Nihonestly richtig. Ich hoffe, du findest hier, was du suchst!